Hofer – Liebl – Proktologen

Die Pit Picking OP

Der „All-in-one“-Termin: Von der Anmeldung bis zur Nachbetreuung

Sie haben sich entschieden, Ihre Steißbeinfistel endlich anzugehen? Eine gute Wahl! Hier erfahren Sie ganz konkret, wie Sie unsere minimal-invasive Standardmethode, das sogenannte Pit Picking in Kombination mit der Sinusektomie, bei uns durchführen lassen können – Schritt für Schritt. Einzelheiten zur Operationstechnik und den verschiedenen Varianten der Operationstechnik haben wir auf der Seite Pit Picking genauer ausgeführt. Aber keine Sorge, unser erfahrenes Team nimmt sich Zeit für Ihre Fragen und erklärt Ihnen den Eingriff genau. Hier und auf unserem Info-Flyer erfahren Sie, was Sie im Vorfeld beachten sollten und wie der Behandlungsablauf aussieht.

Bei uns können Sie Untersuchung, Beratung und die Operation an einem Tag durchführen lassen – besonders praktisch, wenn Sie keine Zeit verlieren möchten. Dieser kleine Eingriff wird ambulant und unter lokaler Betäubung in unserer Praxis durchgeführt. So bleiben Sie jederzeit entspannt und können nach kurzer Beobachtung wieder nach Hause.

Die minimal-invasive Methode ist besonders schonend. Sollten Sie dennoch später einmal erneut Beschwerden (Rezidiv) entwickeln, bleiben Ihnen alle weiteren Optionen offen, wie beispielsweise die Karydakis-Operation. Doch in den meisten Fällen heilt die behandelte Stelle unkompliziert und Sie sind schnell wieder fit.

Mit unserem klar strukturierten Ablauf sorgen wir dafür, dass Sie sich bei uns sicher und gut aufgehoben fühlen – vom ersten Gespräch bis zur Genesung. Jetzt heißt es nur noch: Der erste Schritt liegt bei Ihnen!

Schritt 1: Diagnose Sinus pilonidalis

Ihr Arzt hat Ihnen schon bestätigt, dass es sich um eine Steißbeinfistel handelt? Perfekt, dann sind Sie bereit für den nächsten Schritt – und wir stehen Ihnen dabei zur Seite.

Falls Sie noch nicht sicher sind oder Ihre Beschwerden erst einmal genauer einordnen möchten, haben wir hilfreiche Informationen für Sie zusammengestellt: Erfahren Sie, welche Symptome auf eine Steißbeinfistel hinweisen, und werfen Sie einen Blick auf unsere Bildergalerie, um zu sehen, wie eine solche Fistel aussieht.

Unsere moderne Diagnostik und Behandlungsmethoden machen den Unterschied – und wir sorgen dafür, dass Sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen.

Wichtig: Der hier geschilderte Behandlungsablauf ist für die geplante Behandlung bei chronischen Beschwerden vorgesehen. Alle Informationen zum Vorgehen bei akuten Schmerzen finden Sie  auf der Seite Pilonidalabszess.

Schritt 2: Termin finden online

  • Die Diagnose ist klar und Sie wünschen Pit Picking OP direkt im Anschluß an Untersuchung und Beratung? Dann ist die Terminkategorie „Untersuchung/Behandlung Steißbeinfistel All-in-one“ für Sie gemacht. Sie buchen damit einen 2-stündigen Termin mit Behandlungsoption direkt in unserem Online Kalender – eine große Erleichterung für all jene, die eine zweite Anreise vermeiden wollen.
  • Wenn Sie sich noch nicht sicher sind oder sich die Entscheidung in Ruhe überlegen wollen, empfehlen wir Ihnen, „Spezialsprechstunde Steißbeinfistel/Sinus pilonidalis“ zu wählen. Damit erhalten Sie einen 20-minütigen Termin zur Untersuchung und Beratung. Für die Operation vereinbaren wir dann einen Termin nach Ihren Wünschen. Ein solcher Beratungstermin ist auch unerläßlich, wenn eine Operation in Vollnarkose geplant werden soll, sei es auf Ihren Wunsch oder bei medizinischer Notwendigkeit.

Bitte beachten Sie, dass eine Untersuchung oder Behandlung bei anderen Diagnosen (Hämorrhoiden, Analfisteln etc.) an diesen Terminen nicht möglich ist. Ein angefragter Termin wird bestätigt, wenn entweder der Patient bereits bei uns untersucht oder eine Bilddokumentation übermittelt wurde.

Vorerkrankungen:

Bitte informieren Sie uns vorab, falls relevante Vorerkrankungen bestehen, bekannte Allergien oder Unverträglichkeiten (insbesondere gegenüber Lokalanästhetika oder Antibiotika) oder blutverdünnende Medikamente eingenommen werden müssen.

Begleitperson / Heimfahrt:

Für die Heimfahrt empfehlen wir, nicht selbst Auto zu fahren, da Kreislaufreaktionen nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Bitte organisieren Sie nach Möglichkeit eine Begleitperson oder planen Sie die Rückreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Schritt 3: Vorbereitung auf den Eingriff

Bitte informieren Sie uns vor dem Termin, wenn bei Ihnen relevante Vorerkrankungen (z. B. Herz-, Lungen- oder Gerinnungserkrankungen) bestehen, Allergien oder Unverträglichkeiten bekannt sind – insbesondere gegenüber Lokalanästhetika oder Antibiotika – oder wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen. Auch falls Sie eine besondere Vorbehandlung benötigen (z. B. Antibiotika bei Herzklappenerkrankungen oder Minirin bei angeborener Blutungsneigung), sprechen Sie uns bitte rechtzeitig an.

Für die Heimfahrt empfehlen wir, nicht selbst Auto zu fahren. Kreislaufreaktionen sind selten, aber nie ganz auszuschließen – und direkt nach dem Eingriff ist man nicht immer der konzentrierteste Verkehrsteilnehmer. Organisieren Sie daher am besten eine Begleitperson oder planen Sie eine unkomplizierte Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Bitte berücksichtigen Sie außerdem bei Ihrer Terminplanung: In den ersten ein bis zwei Wochen nach dem Eingriff kann längeres Sitzen unangenehm sein. Längere Bürotage, ausgedehnte Autofahrten oder Flugreisen sollten Sie in dieser Zeit möglichst vermeiden.

Schritt 4: Stressfreie Anreise

Sie finden die Praxis Dr. Hofer / Liebl in der Brienner Straße 13 im 4. Stock über dem Café Luitpold im Zentrum von München. Der Eingang liegt zwischen dem Café und dem Blumengeschäft Flor & Decor; ein Aufzug ist selbstverständlich vorhanden.

Die U-Bahn hält direkt vor dem Haus (Haltestelle Odeonsplatz). Das Parkhaus am Salvatorplatz befindet sich hinter dem Luitpoldblock über die Zufahrt Amiraplatz.

Bitte beachten Sie, dass während der Rush Hour mit starkem Stadtverkehr und kurzfristigen Umleitungen aufgrund zahlreicher Baustellen zu rechnen ist. Planen Sie daher ausreichend Zeit ein – ein entspannter Start ist die beste Vorbereitung für Ihren Termin.

Wir arbeiten mit einem vollen, gut organisierten Terminkalender. Kommen Sie daher bitte möglichst „just in time“ – wenn Sie etwa 5–10 Minuten vor Ihrem Termin eintreffen, sind Sie perfekt im Zeitrahmen. Ein früherer Behandlungsbeginn ist aufgrund der festen Terminplanung in der Regel nicht möglich.

Schritt 5: Kommen Sie nicht nüchtern und am besten gut geduscht und rasiert

Für die Sinusektomie in Lokalanästhesie müssen Sie – anders als bei einer Operation in Vollnarkose – nicht nüchtern erscheinen. Essen und trinken Sie normal und ausreichend. Gerade an warmen Tagen hilft eine gute Flüssigkeitszufuhr, Kreislaufreaktionen vorzubeugen.

Diabetiker nehmen ihre Mahlzeiten und Medikamente wie gewohnt ein. Bei Unsicherheiten sprechen Sie uns bitte vorab an.

Bitte duschen Sie am Morgen des Eingriffs. Wenn möglich, rasieren Sie das Gesäß großzügig im Bereich der Pofalte. Das erleichtert uns die Durchführung des Eingriffs und macht Ihnen die späteren Verbandswechsel angenehmer, da Pflaster nicht in den Haaren haften.

Am Behandlungstag empfehlen wir bequeme Kleidung. Anders als bei vielen anderen Eingriffen ist eine eng anliegende Unterhose günstiger als eine weite Boxershort: Eine leichte Kompression hilft, den Verband sicher zu fixieren und gibt zusätzlichen Halt.

Schritt 6: Der Eingriff in bequemer Bauchlage und Lokalanästhesie

Während des Eingriffs liegen Sie bequem auf einer speziell gepolsterten Gel-Matratze mit verstellbarem Kopfteil und Armstützen. So können Sie entspannt in Bauchlage bleiben. Vor Beginn der Operation empfehlen wir, noch einmal die Toilette aufzusuchen – dann kann der Eingriff entspannt ablaufen. Nach einer ggf. notwendigen Rasur erfolgt die örtliche Betäubung. Der Eingriff dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten.

Wir führen die Operation in sogenannter Tumeszenzanästhesie durch. Lokalanästhetika werden seit über 140 Jahren in der Medizin eingesetzt und blockieren gezielt die Schmerzweiterleitung in den Nerven. Dadurch ist eine schmerzfreie Behandlung bei vollem Bewusstsein möglich. Viele Patienten befürchten, dass die Lokalanästhesie nicht ausreichend wirkt. Die Wirksamkeit und Sicherheit der Tumeszenzanästhesie wurden durch zahlreiche Studien, u.a. durch Prof. Bussen an der Universität Würzburg, belegt. Die Tumeszenzanästhesie (Tumeszenz lat. = Schwellung) wurde 1985 vom Schönheitschirurgen Dr. Jeffrey A. Klein in den USA entwickelt und seitdem in vielen Fachrichtungen erfolgreich angewendet. Sie bietet viele Vorteile:

  • auch größere Areale können zuverlässig betäubt werden
  • die Neigung zu Blutungen und Blutergüssen wird reduziert
  • die lange Wirkdauer sorgt für anhaltende Schmerzfreiheit nach dem Eingriff
  • das Verfahren ist gut steuerbar und belastet den Organismus deutlich weniger als eine Vollnarkose

Welche Eingriffsformen lassen sich in diesem ambulanten Setting verantwortungsvoll durchführen? Die Details der Operationstechniken erklären wir auf den entsprechenden Unterseiten:

Schritt 7: Was geschieht mit der Wunde?

Offene Wundbehandlung

Kleine Wunden bis zu 1 cm lassen wir in der Regel offen. Eine herkömmliche Wundnaht ist in der Mittellinie oft nicht effektiv, da Scherkräfte, Bakterien und nachwachsende Haare die Heilung beeinträchtigen. Unter optimalen Bedingungen kann jedoch von diesem Grundsatz abgewichen werden, mit einer Erfolgsrate von etwa 80 % unter folgenden Voraussetzungen:

  • Gute Gewebekonsistenz
  • Ausschluss eines Abszesses
  • Laserepilation vor dem Eingriff, um das Haarwachstum in den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff bestmöglich zu reduzieren

Wird die Wunde genäht oder geklebt?

Dabei kommen zwei verschiedene Techniken zum Einsatz:

  • Wundklebung: Die Wundränder werden mit einer Art „Superkleber“ zusammengeführt und miteinander versiegelt.
  • Eversionsnaht: Die Eversionsnaht ist eine Nahttechnik, die eine größere Kontaktfläche und eine bessere Durchblutung und damit Stabilität als eine Standardnaht bietet. Außerdem wird die Wuchsrichtung der Haare von der Wunde weg gelenkt.

Schritt 7: Kann es eine Blutung oder Nachblutung geben?

Eine gute Übersicht während des Eingriffs ist entscheidend für Präzision und Schonung des umliegenden Gewebes. Deshalb legen wir großen Wert auf eine sorgfältige und kontrollierte Blutstillung.

Bereits im Rahmen der örtlichen Betäubung verwenden wir Zusätze wie Adrenalin und Tranexamsäure, die die Blutungsneigung reduzieren. Während des Eingriffs sorgen wir mit moderner bipolarer Koagulation sowie bei Bedarf mit Laserkoagulation für eine sehr gezielte und schonende Blutstillung.

Um auch Nachblutungen zuverlässig zu vermeiden, bringen wir in die Wundhöhle ein spezielles resorbierbares Vlies ein. Dieses sogenannte Hämostyptikum unterstützt die natürliche Gerinnung, bietet zusätzlichen Schutz vor Nachblutungen und fördert die Wundheilung. Das Material löst sich im weiteren Verlauf vollständig von selbst auf. Hämostyptika bestehen in der Regel aus Kollagen oder Gelatine tierischen Ursprungs. Sollten Sie – beispielsweise aus ethischen oder religiösen Gründen – Bedenken haben, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis im Vorfeld – Medizinprodukte auf Zellulose-Basis können eine pflanzliche, vegane Alternative sein.

Im äußeren Bereich wird die Wunde mit einem dicken, saugfähigen Verband geschützt. Gerade in den ersten Tagen kann die Wunde vermehrt Wundflüssigkeit absondern; der Verband nimmt diese zuverlässig auf und schützt Ihre Kleidung.

Schritt 8: Nach der Operation

Nach dem Eingriff bitten wir Sie, für etwa 15 Minuten in unserem Eingangsbereich Platz zu nehmen. Bei einer Breze und einer Flasche Wasser können Sie sich in Ruhe erholen. Das Sitzen sorgt gleichzeitig für eine leichte, gewünschte Kompression im Operationsbereich.

Bei Bedarf können Sie vorsorglich eine Tablette Ibuprofen einnehmen, damit die schmerzlindernde Wirkung bereits einsetzt, wenn die örtliche Betäubung nachlässt.

Zum Abschluss erfolgt eine kurze ärztliche Kontrolle. Wenn alles unauffällig ist, können Sie die Praxis anschließend verlassen.

Sie können Sie grundsätzlich selbstständig aufstehen und sich normal bewegen. Es spricht nichts dagegen, zu Fuß zum Auto, zur U-Bahn oder zum Bahnhof oder noch etwas essen zu gehen.

Wir empfehlen jedoch, es am Behandlungstag insgesamt ruhig angehen zu lassen. Längere Stadtbesichtigungen, ausgedehnte Einkaufsbummel oder größere körperliche Belastungen sollten Sie vermeiden, um das Risiko einer Nachblutung nicht unnötig zu erhöhen.

Schritt 9: Die Heimfahrt

Eine ruhige Heimfahrt und ein entspannter Tagesausklang sind die beste Voraussetzung für eine unkomplizierte Heilung.

Die örtliche Betäubung wirkt in der Regel noch mehrere Stunden nach dem Eingriff. Sie können daher schmerzfrei im Auto oder Zug sitzen; ein leichter Druck auf die Wunde ist sogar erwünscht und reduziert das ohnehin geringe Risiko einer Nachblutung.

Wir raten jedoch davon ab, selbst ein Kraftfahrzeug zu führen. Nach einem Eingriff ist man gedanklich häufig noch nicht ganz im Straßenverkehr angekommen, zudem können leichte Kreislaufreaktionen die volle Fahrtüchtigkeit einschränken.

Normale Alltagsbewegungen sind erlaubt. Von längeren Fußmärschen, sportlicher Aktivität oder größerer körperlicher Belastung am Operationstag bitten wir jedoch abzusehen.

Sollte es dennoch einmal bluten: Legen Sie mehrere Kompressen oder saugfähiges Zellstoffmaterial auf die Wunde und üben Sie für etwa 15 Minuten gleichmäßigen Druck aus. Es kann auch hilfreich sein, sich vorsichtig auf die Wunde zu setzen und abzuwarten. Nachblutungen sind in der Regel nicht gefährlich. Bei Unsicherheit kontaktieren Sie bitte unsere Praxis oder die untenstehende Notfallnummer.

Die erste Woche nach der Operation

Den nach der Operation angelegten großen Verband können Sie selbst entfernen. Danach ist Duschen mit normalem Leitungswasser bei angenehmer Temperatur möglich und sinnvoll. Für die Wundversorgung wird zwar grundsätzlich eine aseptische Vorgehensweise empfohlen, andererseits ist Sterilität im Bereich der Gesäßfalte nicht erreichbar. Waschen bzw. Duschen, ggf. unter Verwendung eines Bakterienfilters, reduziert die Keimlast in dieser hochkontaminierten Körperregion nachweislich um 99% und stellt daher pragmatisch gesehen eine sinnvolle Reinigung mit empirisch sehr geringem Risiko von Wundinfektionen dar (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung). Extreme Spreizung des Gesäßes zur Begutachtung der Wunde sollte in den ersten 2 Tagen vermieden werden. 

Alltägliche Aktivitäten sind so weit wie möglich erlaubt, stundenweise Tätigkeit im Home office wäre möglich, ein langer Bürotag oder eine Dienstreise noch nicht. Sport ist erlaubt, sobald der Wundschmerz es zulässt.

Wir empfehlen das Tragen einer eng anliegenden Unterhose mit einer handelsüblichen Slipeinlage. Diese Art der Wundversorgung ist angenehmer als ein aufgeklebter Verband. Die Wunde sondert blutiges Sekret ab. Der Wundschmerz ist am zweiten Tag stärker als am ersten und lässt im Laufe der Woche nach. Eine Behandlung mit Ibuprofen bei Bedarf ist praktisch immer ausreichend.

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung stellen wir bei Bedarf aus, üblicherweise für 1 – 2 Wochen je nach Anforderunen in Ihrem Beruf.

Das Hämostyptikum bzw. die Tamponade löst sich auf. Je nach verwendetem Material sieht das bei Tabotamp® bräunlich-breiig und bei Lyostypt® wie weisser Schaumstoff aus. Leichte Reizzustände und Schwellungen sind in dieser Phase normal.

Fibrin, ein natürlicher „Wundkleber“ aus Blutbestandteilen, bildet an Eiter erinnernde, gelbliche Beläge, muss Sie aber nicht beunruhigen.

Salben oder Puder sind normalerweise nicht nötig. Bei verzögerter Wundheilung verschreiben wir Salben mit Metronidazol, Mupirocin oder Jod (Betaisodona®), die Sie zweimal täglich auf die Wunde auftragen.

Einmal pro Woche ist es unbedingt erforderlich, die Wundränder mit einem Einwegrasierer zu rasieren und die Wunde auf eingedrungene Haare zu untersuchen. Dies kann durch uns, Angehörige oder den Hausarzt erfolgen. Bei gutem Licht und guter Sicht (evtl. Lupe, Lesebrille) wird die Wunde untersucht, Haare werden mit einer Pinzette entfernt. Nach Verschluss der Wunde sollte die Rasur noch 2 Monate fortgesetzt werden.

Zur Förderung der Wundheilung haben wir verschiedene Optionen:

  • Eine niederenergetische Laserbehandlung (“LLLT, Softlaser”) ein- bis zweimal wöchentlich regt über zelluläre Aktivierung die Selbstheilungskräfte an.
  • Die Behandlung mit Kaltplasma (CAP) bewirkt eine hochwirksame Desinfektion bei gleichzeitiger Verbesserung der Mikrozirkulation.
  • Die Laserbehandlung zur Haarentfernung erfolgt alle 4-6 Wochen und ist eine vorbeugende Maßnahme gegen Rückfälle (Rezidive). Die Behandlung kann bei Bedarf schmerzfrei unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Aufgrund des Wellenlängen – Mix und der integrierten Kühlung moderner Laser ist das aber meist nicht mehr notwendig.

Noch Fragen? FAQ Sinus pilonidalis Pit Picking Operation

Wie merkt man eine Fistel am Steißbein (Sinus pilonidalis)?

Typische Symptome sind Schmerzen, Schwellung, kleine Öffnungen und Absonderungen von Blut oder Eiter im Bereich der Pofalte.

Wenn die Diagnose eindeutig ist, also in der Regel durch ärztliche Untersuchung bestätigt, kann grundsätzlich der Termin mit Behandlungsoption gewählt werden. Besonders vorteilhaft ist das natürlich, wenn Sie weiter entfernt von München wohnen.

Vorab ein Foto der betroffenen Region zu schicken, hat vielen Vorteile: Die Bilddokumentation erlaubt in der Regel, die Diagnose zu sichern und einen möglichen Behandlungs- und Nachbehandlungs-Plan zu skizzieren. Sie ersparen sich eine weite Anfahrt, wenn sich eine andere Differential-Diagnose ergibt oder offensichtlich ist, daß (ausnahmsweise) keine ambulante Operation in Lokalanästhesie möglich ist.

Sie benötigen keine professionelle Dokumentation – ein „Selfie“ mit dem Handy reicht. Hier finden Sie Tips für aussagekräftige Bilder.

Dann geben Sie Alarm – über den Notfall-Button oder einen 2-Zeiler per mail an [email protected].