Die kostenlose Rezidivprophylaxe bei Steißbeinfistel

Rauchen aufhören in 6 Schritten

Die Steißbeinfistel loswerden und gleichzeitig

Nichtraucher werden

Der erfolgreiche Weg zum glücklichen Nichtraucher

Das Rauchen aufhören soll einfach sein? Warum schaffen es dann so wenige? Was hat das alles mit der Steißbeinfistel zu tun? Die Antwort auf diese Fragen und wie Sie das wichtigste Projekt ihres Lebens erfolgreich umsetzen können, erfahren Sie auf dieser Seite.

Verstehen: Wie wird man Raucher? Warum bleibt man Raucher?

Die erste Zigarette raucht man vielleicht aus Neugier. Oder weil man dazugehören will, erwachsen und cool sein will. Nie schmeckt die erste Zigarette. Die zweite auch noch nicht. Warum? Weil der Rauch in Lunge und Augen beißt, weil der nicht daran gewöhnte Körper rebelliert mit Herzklopfen, Schwindel und Übelkeit. Weil Nikotin ein Nervengift ist, das zwar nicht so schnell tötet wie Nowitschok, aber an ähnlicher Stelle im vegetativen Nervensystem angreift. Warum man trotzdem wieder zur Zigarette greift? Man faßt doch auch kein zweites Mal auf die heiße Herdplatte.

Neurobiologie: Chemie unseres Gehirns

Nikotin aktiviert das „Belohnungssystem“. Dieser Teil des Gehirns läßt uns in Wohlbefinden baden, wenn wir etwas für das Überleben Nützliches getan haben. Dieses Gefühl wollen wir immer wieder haben. Das ist ein wesentlicher Mechanismus, der uns nach irgendetwas süchtig werden läßt. Nikotin wirkt dabei auf die Ausschüttung zahlreicher Neurotransmitter, so auf Dopamin, Serotonin und GABA. Die zugehörigen Rezeptoren werden in der Folge herunterreguliert, so daß die für das kurze Glücksgefühl notwendige Dosis steigt.

„Leider“ lässt der pharmakologische Effekt des Nikotins bei einer Halbwertszeit von 1 – 2 h schon nach kurzer Zeit wieder nach und das Gehirn schreit nach der nächsten Zigarette. So ist der Raucher eigentlich die meiste Zeit des Tages im Entzug und unglücklich, unterbrochen nur von kurzen Momenten des Glücks, wenn das Nikotin anflutet.

Das Gefühl der Belohnung hat der Raucher dem Nichtraucher voraus. Der Nichtraucher kann sich nicht so leicht etwas gönnen. Wenn ein Raucher und ein Nichtraucher mit einem Flugzeug über der Arktis abstürzen und wie durch ein Wunder überleben, ist der Nichtraucher verzweifelt, weil er weiß, dass er erfrieren, verhungern oder von einem Eisbären gefressen werden würde. Der Raucher ist glücklich, weil die Zigaretten trocken geblieben sind und zündet sich erst mal eine an.

Werbefigur des Marlboro Manns
Gefangen im Zwang zu rauchen - wo bleiben da Freiheit und Abenteuer (© istockphoto.com)

Raffinierte Verführer: Suggestion durch die Tabak-Industrie

Rauchen aufhören: Zigarette ist nicht cool
Cool? Die Zigarette am Gitarrenhals. (© Can Stock Photo Inc.)

Das extrem wirksame Instrument der Suggestion lernte ich in meiner Hypnose Ausbildung kennen. Worte wirken auf das Unterbewusstsein. Das beeinflusst sogar vegetative Körperfunktionen. Aus der anästhesieren Notfallmedizin ist bekannt, dass die Wahl der Worte des Notarztes oder Chirurgen Auswirkungen auf Blutdruck, Blutverlust und Komplikationen hat.

Die Tabakindustrie will Zigaretten verkaufen. Deshalb macht sie Werbung. Diese Werbung zeigt junge, gut aussehende glückliche Menschen in angenehmen Lebenssituationen. Die Vielzahl der Marken sind so aufgestellt, dass für jeden das Richtige dabei ist. Globaler Mainstream findet sich bei Marlboro, der Abenteurer bei Camel,  der Lebenskünstler bei Gauloises und wer auf reine Natur steht, raucht mit American Spirit die Friedenspfeife.

Aber nicht nur die klassische Werbung auf Plakatwänden  beeinflusst Raucher und künftige Raucher. Viel subtiler wirkt das Productplacement in Spielfilmen und Serien: Der von der Liebsten Verlassene verschanzt sich in der Bar hinter Whisky und einer Rauchwolke. Lucifer in der gleichnamigen Serie, jung gesund und durchtrainiert, raucht bei jeder Gelegenheit. Und beim Livekonzert sieht man in Großaufnahme, wenn der Gitarrist seine Kippe unter die Saiten am Hals der Telecaster klemmt („Bis die Gitarre qualmt„).

Selbst in redaktionellen Zeitungsartikeln werden Sie in Berichten über Manager, Politiker und Künstler immer mal wieder im Nebensatz lesen, dass sie sich eine Zigarette anzünden.

Und so werden im Unterbewusstsein bestimmte Situationen mit der Notwendigkeit zu rauchen verknüpft. Diese Knotenpunkte zu lösen braucht Zeit und Willen.

Konsistenz: Die Macht der Gewohnheit

Menschen ändern ungern einen einmal eingeschlagenen Weg. Es fällt leichter, Begründungen für die bisherige Entscheidung zu erfinden, als zuzugeben, dass man sich geirrt hat. Neue Entscheidungen orientieren sich gerne daran, wie man sich in der Vergangenheit entschieden hat. Dieses psychologische Phänomen nennt man Konsistenz.

Raucher sind besonders gut darin, Begründungen zu erfinden, warum sie (jetzt im Moment) nicht aufhören können.

  • Ich habe gerade solchen Stress
  • Gerade habe ich endlich einmal Zeit, zu entspannen, und Rauchen gehört für mich dazu
  • Mit Zigarette kann ich mich besser konzentrieren.
  • Rauchen beflügelt meine Kreativität.
  • Wenn ich das Rauchen aufhöre, würde ich an Gewicht zunehmen.
  • Ich rauche zwar, aber sonst lebe ich gesund.
  • … (Wie lautet Ihre Begründung?)

Einsehen: 16 gute Gründe, warum Sie jetzt mit dem Rauchen aufhören wollen

Sie wissen selbst, dass Rauchen nicht gesund ist

Das ist keine neue Erkenntnis. Die Warnungen auf der Zigarettenschachtel hat jeder schon mal gelesen. In Kurzform: Wollen Sie an

  • Lungenemphysem (COPD) ersticken
  • Herzinfarkt sterben
  • Lungenkrebs erkranken
  • Kehlkopfkrebs erkranken
  • Zungenkrebs erkranken
  • Speiseröhrenkrebs erkranken
  • Blasenkrebs erkranken
  • Nierenkrebs erkranken
  • Leukämie erkranken
  • Afterkrebs erkranken
  • ein oder beide Beine verlieren
  • blind werden
  • nach Schlaganfall zum Pflegefall werden
  • eitrige, stinkende Fisteln in der Leiste, Achselhöhle am Gesäß bekommen (Akne inversa)
  • impotent werden
  • eiine Wundheilungsstörung oder ein Rezidiv nach Steißbeinfistel OP bekommen?

Nein? Dann vergessen Sie diese Horrorliste schnellstmöglich wieder. Diese Wahrheit verursacht nur Streß, und ein Raucher im Streß muss weiter rauchen. Merken Sie sich nur die Quintessenz: Jeder Tag, an dem sie früher das Rauchen aufhören, verbessert die Chancen auf ein langes und gesundes Leben.

Machen Sie es sich leicht...

Verbannen Sie schlechte Worte aus Ihrem Plan. Sie müssen nicht aufhören, Sie wollen ein gesünderes Leben anfangen. Nicht weil Ihr Arzt das sagt, Ihre Eltern, der Staat oder sonst wer – nein, weil SIE das WOLLEN!

Sie wollen auch nicht nie wieder rauchen, das hört sich ja schrecklich an, wie sterben. Nein, Sie wollen im Moment, bis auf weiteres, solange es sich gut anfühlt nicht rauchen. Sollte der Entschluß Nichtraucher zu werden sich als Fehlentscheidung erweisen, können Sie ja jederzeit wieder anfangen! Null Risiko!

Sie finden es nicht gemein, dass Sie nicht mehr rauchen dürfen, Sie wollen jetzt gut zu Ihrem Körper sein. Das ist doch nur fair, er war auch immer gut zu Ihnen.

Und denken Sie nicht an die Risiken des Rauchens, sondern an den Gewinn des Nichtrauchens. In einer Woche schlafen Sie schon wieder erholsamer, schmeckt das Essen besser, in einem Monat bekommen Sie schon wieder besser Luft und das Herzinfarktrisiko sinkt. Der Körper vergibt Ihnen Ihre Sünden, nach 10 Jahren haben Sie fast wieder das Risiko eines Nichtrauchers. 

Und ganz nebenbei werden Sie reich: Wenn Sie mit 16 Jahren das Rauchen anfangen, bis zum Rentenalter mit 65 Jahren rauchen – wenn Sie dann überhaupt so alt werden – und durchschnittlich eine Schachtel am Tag zu heutigen Preise rauchen würden, haben Sie in dieser Zeit die stolze Summe von 125.195 € ausgegeben. Dafür können Sie sich auch etwas schöneres können, als sich die Gesundheit zu ruinieren. 

Festlegen: Der beste Zeitpunkt, mit dem Rauchen aufzuhören

Der beste Zeitpunkt kommt nicht von selbst. Wählen Sie auf keinen Fall ein symbolträchtiges Datum wie Silvester, ihren Geburtstag, die Abschlussprüfung oder den Antritt einer neuen Stelle. Wenn ein solcher Zeitpunkt nämlich verstrichen ist und sie waren nicht erfolgreich, müssen Sie auf den nächsten Meilenstein ihres Lebens warten.

Deshalb empfehle ich einen belanglosen Montag. Nehmen Sie nicht gleich den kommenden Montag, denn wir brauchen etwas Vorbereitung für Ihr Projekt Nichtraucher. Länger als einen Monat Vorlaufzeit würde ich aber auch nicht empfehlen, sonst sind die guten Vorsätze wieder dahin.

Sollen Sie ihren guten Vorsatz Ihren Mitmenschen ankündigen? Ich bin nicht sicher, ob man sich so unter Druck setzen sollte. Sonst tappt man nämlich wieder in die Konsistenzfalle. Werden Sie nämlich bei einem an und für sich bedeutungslosen Rückfall „erwischt“,  müssen Sie paradoxerweise deshalb weiterrauchen, damit die Peinlichkeit wenigstens nicht umsonst war.

Vorbereiten: Wie Ihnen Autosuggestion hilft, Nichtraucher zu werden und zu bleiben

Rauchen an sich ist kein Genuss. Es brennt im Hals und in den Augen, man muss Husten und es wird einem schlecht. Das Herz klopft und der Körper zeigt einem deutlich, dass man gerade Gift zu sich genommen hat. Warum der Raucher trotzdem gerne raucht? Abgesehen von der Drogenwirkung des Nikotins ist das vor allem die Wirkung der Suggestion. Das Rauchen der Zigarette wurde im Unterbewusstsein verknüpft mit schönen Dingen. Werbung und Mitmenschen haben Ihnen eingeflößt, wann und warum Rauchen schön, ja sogar notwendig ist in manchen Situationen. Und nun die gute Nachricht:

Was einmal geklappt hat, wird auch wieder funktionieren. Mit einer Ersatzbefriedigung. Die Tatsache, dass Sie zum Raucher geworden sind, beweist, dass Sie der Suggestion gegenüber zugänglich sind. Also suchen Sie sich ein neues Ritual. Und geben Sie diesem Ritual einen Sinn. Ein Glas Wasser in Ruhe in kleinen Schlucken trinken?  Köstlich! Kein Wunder, ist doch das Wasser die Grundlage allen Lebens, bedeckt ⅔ unserer Erde und macht ⅔ unseres Körpergewichts aus. Klar, rein und erfrischend gesund, wie Sie in Zukunft sein wollen.

Gönnen Sie sich eine Pause. Atmen Sie einmal tief ein und aus. Ein Großteil der entspannenden Wirkung des Rauchens basiert auf dem langsamen Inhalieren. Nicht umsonst kommt eine entspannende Atmung in fast allen  Entspannungstechniken von Meditation bis Hypnose vor. Das geht auch super ohne Zigarette. Genießen Sie das Glas Leitungswasser wie einen besonderen Tropfen, den sie zu einem besonderen Anlass aus dem Keller geholt haben.

Das schmeckt hervorragend und tut soo guuut!

Dieses Ritual wiederholen Sie wie zur Übung so lange, bis es ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist. Oft werden Sie gar kein Verlangen nach einer Zigarette mehr haben. Wenn Sie Ihr Ersatzritual dann perfekt einstudiert haben, wie Robert De Niro eine schwierige Rolle, sind Sie bereit für den Schritt in ein gesundes und glückliches Nichtraucherleben.

Wenn nämlich am ersten Tag Ihres neuen Lebens der Wunsch nach der Zigarette kommt, und dieser Wunsch wird kommen, sind Sie gewappnet. Sie müssen nicht hektisch überlegen, was Sie gegen  das immer stärker werdende Verlangen tun können. Sie ziehen einfach ganz routiniert und gelassen das durch, was Sie wieder und wieder trainiert haben. Und es wird wieder funktionieren. Vertrauen Sie nicht auf die Willenskraft. Die reicht nicht. Vertrauen Sie nur auf das, was Sie trainiert haben.

Durchhalten: Warum der Rückfall kein Problem ist

So, nun sind sie Nichtraucher.  Ein Tag, eine Woche, ein Monat, ein Jahr vergehen … Da kann doch nicht mehr viel passieren. Oder?

Doch, der Rückfall ist fast so sicher wie das Amen in der Kirche. Der Chef war böse zu Ihnen, Ihre Frau hat Sie verlassen oder die Party war einfach zu gut? Auf einmal sehen Sie sich mit einer Zigarette in der Hand.

Und nun? Frust pur!!! So lange hatte ich mich im Griff und jetzt bin ich wieder Raucher? Und das, obwohl die Zigarette gar nicht mehr schmeckt. Den Genuss einer Zigarette hatten sie viel besser in Erinnerung. Noch mehr Frust!!! Nicht nur die Gesundheit gefährdet, sondern nicht mal Spaß daran gehabt.

Und, was macht der Raucher mit Frust? Weiter rauchen, was sonst. Die zweite Zigarette schmeckt immer noch nicht, die dritte geht schon wieder. Aber jetzt verrate ich Ihnen das todsichere Gegenmittel: der Rückfall ist normal. Sonst würde es hier nicht stehen. Das ist auch kein Problem. Schließlich haben Sie jetzt gemerkt, dass Rauchen gar kein Genuss ist. Das wird Sie in dem Entschluß bestätigen, weiterhin glücklicher Nichtraucher zu bleiben. Nur, am nächsten Tag nach dem Rückfall dürfen Sie auf gar keinen Fall rauchen. NO GO!

Feiern: Sie haben es geschafft!

Einen Tag im Jahr können Sie sich zu ihrem persönlichen Feiertag machen. Das ist dann der Tag, an dem Sie so richtig stolz auf sich und Ihre kluge Entscheidung sein können.  und vielleicht denken Sie an diesem Tag auch an diese Website, die Ihnen einen wichtigen und richtigen Impuls gegeben hat. Dann freue ich mich mit Ihnen.